Wissensvermittlung für den Notfall :Die Lebensretter von morgen werden im Klassenzimmer ausgebildet
Tamina Reinecke freut sich über das landesweite Projekt „Herzsicher in der Schule“. Allen Schülerinnen und Schülern an weiterführenden Schulen im Land sollen lernen, wie sie in einer Notsituation handeln und Erste Hilfe leisten können. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Kultusministeriums unter Leitung der Grünen-Ministerin Julia Willie Hamburg mit der Björn Steiger Stiftung sowie der Deutschen Herzstiftung. Lehrerinnen und Lehrer können sich für kostenfreie Projekt anmelden.

Helmstedt/Wolfenbüttel. Jugendliche in Niedersachsen sollen an allen weiterführenden Schulen im Land besser darauf vorbereitet werden, Menschen im Notfall wiederbeleben zu können. Das ist Ziel des Projekts „Herzsicher in der Schule“, mit dem das Kultusministerium, die Björn Steiger Stiftung sowie die Deutsche Herzstiftung die Notfallkompetenz junger Menschen stärken wollen.
„Im Ernstfall zählt jede Minute. Wenn Jugendliche lernen, was im Notfall zu tun ist, können sie Lebensretterinnen und Lebensretter werden“, sagt die Landtagsabgeordnete Tamina Reinecke aus Helmstedt und Wolfenbüttel. Sie verweist darauf, dass derzeit alle weiterführenden Schulen im Landkreis umfassendes Lehrmaterial und Übungsausstattung beantragen können. „Unsere Schulen sind der ideale Ort, um junge Menschen zu befähigen, erste Hilfe zu leisten“, so Reinecke.
Neben praktischer Reanimationsausbildung an Übungspuppen sollen die Jugendlichen auch den Umgang mit Defibrillatoren erlernen. Lokale Hilfsorganisationen führen ebenso Schulungen für Lehrkräfte durch. Die Grünen-Politikerin sieht in dem Projekt einen wichtigen Beitrag dazu, jene Kompetenzen zu erlernen, „die im Zweifel über Leben und Tod entscheiden“. Die bisherige Resonanz der Schulen auf das kostenfreie Programm sei groß, freut sich Reinecke. Weiterhin seien Anmeldungen auf der Homepage der Björn Steiger Stiftung möglich.
„Wir setzen darauf, dass durch die Teilnahme an Wiederbelebungskursen eine Kultur der Solidarität und der Verantwortung entsteht. Denn wer frühzeitig lernt, wie im Notfall ein Leben gerettet werden kann, entwickelt auch ein starkes Verantwortungsbewusstsein für andere Menschen“, ist die Landtagsabgeordnete Reinecke überzeugt. Die Kooperation mit zwei wichtigen Stiftungen folgt auf den parteiübergreifenden Antrag „Leben retten macht Schule“ im niedersächsischen Landtag.