Mehr Tierschutz in der Rinderhaltung:Klarheit für Höfe im Landkreis Helmstedt

Niedersachsen beendet die dauerhafte Anbindehaltung von Rindern. Für landwirtschaftliche Betriebe im Landkreis Helmstedt bedeutet das klare Vorgaben – aber auch Planungssicherheit für notwendige Umstellungen. Ziel ist eine moderne Tierhaltung, die tiergerecht ist und gleichzeitig verlässliche Rahmenbedingungen für die Höfe schafft.

© Monika Kubala

Helmstedt/Wolfenbüttel. Niedersachsen steigt aus der dauerhaften Anbindehaltung von Rindern aus. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Grüne), das Landvolk und der Landestierschutzverband haben sich auf ein Ende dieser Haltungsform geeinigt. Der Erlass setzt zentrale Empfehlungen des Niedersächsischen Tierschutzplans um.​

„Rinder brauchen Bewegung, Licht und Kontakt zu Artgenossen. Dauerhaftes Anbinden passt nicht mehr zu einer modernen Tierhaltung. Deshalb ist es richtig, diese Form schrittweise zu beenden“, betont die Landtagsabgeordnete Tamina Reinecke (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN).​

Die Einigung von Ministerium, Landwirtschaft und Tierschutz sorgt aus ihrer Sicht für Verlässlichkeit. Ställe müssen umgebaut, Investitionen geplant und Abläufe neu organisiert werden, oft mit dem Blick auf die nächste Generation. „Wer umbaut, denkt in Jahrzehnten. Deshalb brauchen klare Vorgaben faire Übergangsfristen“, so Reinecke. Je nach Ausgangslage haben die Höfe mehrere Jahre Zeit, ihre Ställe anzupassen oder ihre Rinderhaltung neu auszurichten.​

Für Reinecke ist das Verbot der Anbindehaltung ein zentraler Schritt hin zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel. „Unser Ziel ist eine Nutztierhaltung, die ökologisch, wirtschaftlich tragfähig und vor allem tiergerecht ist. Das Ende der Anbindehaltung ist ein Durchbruch für mehr Respekt vor dem Tier und ein starkes Signal für den Tierschutz.“

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