Naturpark Elm-Lappwald:Klimaanpassung, Tourismus und regionale Entwicklung gemeinsam gestalten
Der Naturpark Elm-Lappwald wird zunehmend zur Modellregion dafür, wie Klimaanpassung, nachhaltiger Tourismus und regionale Entwicklung zusammen gedacht werden können. Gemeinsam mit Kommunalpolitik, Naturschutz und regionalen Akteuren ging es beim Besuch von Tamina Reinecke um Trockenheit, Freizeitdruck, regionale Wertschöpfung und die Frage, wie ländliche Räume widerstandsfähig und lebenswert bleiben.

Naturpark Elm-Lappwald:
Klimaanpassung, Tourismus und regionale Entwicklung gemeinsam gestalten
Gemeinsam mit grünen Kommunalpolitiker*innen sowie Naturschützern aus der Region hat die Landtagsabgeordnete Tamina Reinecke den Naturpark Elm-Lappwald besucht und sich mit Geschäftsführer Sven Volkers über aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven ausgetauscht. Im Mittelpunkt standen die Zusammenhänge zwischen Naturschutz, Tourismus, Klimafolgenanpassung und nachhaltiger Regionalentwicklung. „Vor Ort wird deutlich, dass der Naturpark längst mehr ist als ein klassisches Naherholungsgebiet“, erklärt Reinecke. „Hier wird konkret daran gearbeitet, wie Natur geschützt, regionale Wertschöpfung gestärkt und gleichzeitig attraktive Angebote für Erholung und Tourismus geschaffen werden können.“
Der Austausch drehte sich unter anderem um die Folgen zunehmender Trockenheit für die Wälder im Elm und Lappwald, um nachhaltige Besucherlenkung sowie um die Frage, wie touristische Entwicklung naturverträglich gestaltet werden kann. Beim Rundgang wurde unter anderem die Schunterquelle besichtigt, an der die Auswirkungen längerer Trockenperioden auf Landschaft und Wasserhaushalt besonders sichtbar werden. „Die Klimakrise verändert auch unsere Landschaften im Landkreis Helmstedt sichtbar“, so Reinecke. „Gleichzeitig suchen immer mehr Menschen wohnortnahe Erholung und nachhaltige Freizeitangebote. Daraus entstehen Chancen für Gastronomie, Tourismus und regionale Entwicklung, aber eben auch Nutzungskonflikte, die aktiv gestaltet werden müssen.“
Im Gespräch wurde deutlich, welche Bedeutung regionale Netzwerke inzwischen für die Entwicklung des ländlichen Raums haben. Der Naturpark arbeitet mit Kommunen, Flächeneigentümern wie den Landesforsten, Tourismusakteuren, LEADER-Regionen und Umweltbildungseinrichtungen zusammen und entwickelt gemeinsame Projekte für Wander- und Radtourismus, Umweltbildung und regionale Vermarktung. Für Reinecke unterstreicht der Austausch zugleich die Bedeutung der LEADER-Förderung für die Region: „Viele Projekte im Bereich Tourismus, Klimaanpassung und Regionalentwicklung wären ohne LEADER gar nicht möglich. Gerade ländliche Räume profitieren davon, wenn Kommunen und regionale Akteure eigene Ideen vor Ort umsetzen können.“ Deshalb setze sie sich dafür ein, dass die Fördermittel auch künftig verlässlich ausgestattet bleiben.
„Gerade für ländliche Regionen wird entscheidend sein, ob wir Natur-, Freizeit- und Lebensräume klug weiterentwickeln“, betont Reinecke. „Der Naturpark Elm-Lappwald zeigt, wie regionale Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg funktionieren kann. Naturparke leisten konkrete Arbeit bei Klimaanpassung, nachhaltigem Tourismus und regionaler Entwicklung. Diese Vernetzungsarbeit braucht auch auf Landesebene mehr Aufmerksamkeit und verlässliche Unterstützung.“