Neues Jagdrecht beschlossen:Mehr Schutz für Wildtiere, weniger Bürokratie

Mehr Tierschutz, weniger Bürokratie und klarere Regeln: Der Niedersächsische Landtag hat die Novelle des Jagdgesetzes beschlossen. Mit dem neuen Gesetz werden unter anderem die Baujagd auf Füchse und Dachse beendet, Totschlagfallen weitgehend verboten und der Schutz von Wildtieren verbessert. Gleichzeitig erhalten Jägerinnen und Jäger sowie Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer mehr Entscheidungsspielraum vor Ort.

© Nicolai Durbaum

Helmstedt. Mehr Tierschutz, weniger Bürokratie und klarere Regeln für die Jagd: Der Niedersächsische Landtag hat die Novelle des Jagdgesetzes beschlossen. Damit werden unter anderem die Jagd auf Füchse und Dachse mit Hunden in Naturerdbauten beendet, Totschlagfallen weitgehend verboten und die Regelungen zum Schutz von Wildtieren verbessert. „Im Landkreis Helmstedt sehen wir, dass Naturschutz, Landwirtschaft und Jagd nur gemeinsam funktionieren. Viele Menschen engagieren sich vor Ort seit Jahren für die Kitzrettung, für artenreiche Landschaften und für gesunde Wildbestände. Dieses Engagement unterstützen wir mit dem neuen Jagdgesetz“, sagt die Helmstedter Landtagsabgeordnete Tamina Reinecke.

Die Reform stärkt den Tierschutz an mehreren Stellen. So wird die Jagd auf Füchse und Dachse mit Hunden in Naturerdbauten beendet. Totschlagfallen werden weitgehend verboten und bei Lebendfallen sorgen elektronische Melder dafür, dass Tiere schneller versorgt oder freigelassen werden können. Auch auf landwirtschaftlichen Flächen wird der Schutz von Wildtieren verbessert. Vor der Mahd sollen Maßnahmen zur Wildrettung unterstützt werden, damit Rehkitze und andere Tiere nicht verletzt oder getötet werden. Gleichzeitig werden die bisherigen Möglichkeiten, wildernde Hunde oder Hauskatzen zu erschießen, deutlich eingeschränkt.

Neben dem Tierschutz baut das neue Gesetz Bürokratie ab. Künftig entfällt die verpflichtende Abschussplanung für Rehwild. Entscheidungen können stärker vor Ort getroffen werden. „Wir vertrauen auf die Erfahrung der Jägerinnen und Jäger sowie der Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer. Das schafft mehr Spielraum und entlastet die Verwaltung“, so Reinecke.

Zudem wird die Ausbildung für angehende Jägerinnen und Jäger verbessert. Wer künftig einen Jagdschein erwerben möchte, muss verpflichtend an einer Ausbildung teilnehmen. „Jagd bedeutet Verantwortung. Deshalb gehört eine gute Ausbildung selbstverständlich dazu“, betont Reinecke.

 

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