Positive Bilanz zu LEADER-Projekten in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel:Reinecke fordert klare politische Absicherung
LEADER zeigt in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel, was möglich ist, wenn Engagement vor Ort auf verlässliche Förderung trifft. Seit 2023 wurden in Helmstedt 46 Projekte umgesetzt, in Wolfenbüttel sogar 109 – von Dorferneuerung über Kultur bis Klimaschutz. Für Tamina Reinecke ist klar: Diese Erfolge brauchen politische Rückendeckung.

Helmstedt/Wolfenbüttel – In den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel sind seit 2023 schon 155 Projekte über das EU-Förderprogramm LEADER bewilligt und umgesetzt worden. Für die Landtagsabgeordnete Tamina Reinecke (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) zeigt diese Zahl sehr konkret, was auf dem Spiel steht, wenn über die Zukunft der Förderung für den ländlichen Raum entschieden wird. „Hinter diesen 155 Projekten stehen Menschen, die Verantwortung übernommen haben – Bürgermeisterinnen, Vereinsvorstände, Ehrenamtliche. Sie setzen sich mit viel Herzblut für ihre Kommunen ein.“, erklärt Reinecke.
Beispiele sind die Errichtung eines Tragluftdachs für den MTV Schöningen, die Sanierung des Theater-Cafés im Helmstedter Brunnentheater sowie eine Solarthermieanlage am Waldbad Birkerteich. Kennzeichnend für das LEADER-Programm ist der starke regionale Bezug. Projektideen entstehen in den Kommunen und werden auf Ebene der LEADER-Region bewertet.
Viele Vorhaben werden durch hohe Förderquoten ermöglicht. Zuschüsse von bis zu 80 Prozent, teilweise auch darüber hinaus, eröffnen Kommunen, Vereinen und Initiativen Handlungsspielräume trotz angespannter Haushaltslagen. „Für viele kleinere Orte lautet die entscheidende Frage ganz nüchtern: Machen wir es oder lassen wir es bleiben?“, sagt Reinecke. „LEADER sorgt dafür, dass Engagement nicht an der Finanzierung scheitert.“
Aus ihrer Sicht ergibt sich daraus ein klarer politischer Auftrag: „Die Erfahrungen aus denLandkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel zeigen sehr deutlich, wie zentral LEADER für gleichwertige Lebensverhältnisse ist. Wenn Fördermittel auf EU-Ebene gekürzt oder umgeschichtet werden, sind es genau diese Projekte vor Ort, die zuerst wegfallen.“
Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte setzt sich gemeinsam mit den Regierungsfraktionen für stabile Rahmenbedingungen der EU-Förderung ein. „Die Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel liefern dafür gute Argumente“, so Reinecke abschließend. „Diese Förderung sichert Handlungsspielräume, Engagement und Demokratie vor Ort – und genau dafür braucht es auch auf EU-Ebene klare politische Mehrheiten.“