Landesaktionsplan „Gute Geburt“:Sichere, selbstbestimmte und würdevolle Geburten in ganz Niedersachsen!
Die rot-grüne Landesregierung hat das Ziel, die Versorgung von Schwangeren und Gebärenden im ländlichen Raum zu verbessern. Tamina Reinecke freut sich, dass dieses Thema nun mehr Aufmerksamkeit erfährt und der Beruf der Hebamme gestärkt werden soll. Dafür hat die Landesregierung soeben die Erstellung eines Landesaktionsplans zum Thema „Gute Geburt“ beschlossen.

Helmstedt/Wolfenbüttel. Die Grünen im Landtag setzen sich dafür ein, die Geburtshilfe in Niedersachsen zu stärken. Dafür hat Rot-Grün einen Landesaktionsplan mit dem Titel „Gute Geburt“ auf den Weg gebracht. „Im Mittelpunkt jeder Geburt stehen Mutter und Kind. Frauen sollen unabhängig von ihrem Wohnort sicher, selbstbestimmt und würdevoll gebären können“, sagt dazu die Grünen-Landtagsabgeordnete Tamina Reinecke aus Helmstedt. Der Landkreis Helmstedt begegnet den Problemen bei der Versorgung bereits mit der Hebammenzentrale. „Das ist ein tolles Angebot. Die Arbeit für eine gute Versorgung rund um Geburt und Schwangerschaft bei im ländlichen Raum so wie bei uns in Helmstedt muss durch die Landespolitik weiter gestärkt werden.“
Besorgt zeigt sich die Landespolitikerin angesichts der vielen geburtshilflichen Einrichtungen im Land, die in den vergangenen Jahren geschlossen wurden. „Es kann nicht sein, dass Frauen häufig mehr als eine Stunde fahren müssen, um eine Klinik mit Geburtshilfe zu erreichen. Frauen haben das Recht auf eine wohnortsnahe Versorgung. Geburten dürfen kein Risiko sein, wenn die Gebärenden auf dem Land leben“, so Reinecke. Die Unterschiede zwischen den Regionen seien in Niedersachsen gravierend, eine gute flächendeckende Versorgung sei zwingend notwendig.
Besonders am Herzen liegt Reinecke der Einsatz für Hebammen: „Sie sind vor, während und nach der Geburt wichtige Bezugspersonen. Dass Beleghebammen die Vergütung gekürzt werden soll, ist ein Schlag ins Gesicht derer, die tagtäglich Großes leisten, und das rund um die Uhr und an allen Tagen der Woche. Statt finanzielle Kürzungen abzuwehren, müssen wir Hebammen stärken“ Es brauche dringend bessere Arbeitsbedingungen und eine faire Bezahlung, um den wichtigen Beruf der Hebamme zu entlohnen. „Stress durch Engpässe in der Versorgung von Schwangeren und Gebärenden bedeutet auch für die Hebammen eine extreme Arbeitsbelastung“, so Reinecke.
Mit ihrem Antrag wollen SPD und Grüne erreichen, dass das Land Niedersachsen die vielfältige Geburtshilfe gezielt unterstützt. Ein Landesaktionsplan soll sicherstellen, dass Frauen rund um die Geburt die nötigen Informationen erhalten und ausreichend Fachpersonal zur Verfügung steht. Das Ziel, so die Grünen-Abgeordnete Reinecke, sei klar: „Jede Frau soll selbst entscheiden können, wie sie ihr Kind bekommt. Und wir Grüne wollen gewährleisten, dass die Frauen durch ihre Hebammen dabei wertschätzend und sicher begleitet werden.“