Bauernland in Bauernhand:Agrarstrukturgesetz stoppt Spekulationen und stärkt bäuerliche Betriebe im Landkreis
Mit dem neuen Agrarstrukturgesetz setzt die rot-grüne Landesregierung ein klares Zeichen gegen Bodenspekulation. Kauf- und Pachtpreise für Ackerflächen sollen gebremst, bäuerliche Betriebe gestärkt und Familienhöfe besser vor Verdrängung geschützt werden. Künftig gilt ein einheitlicher Rechtsrahmen, der Bürokratie reduziert und faire Chancen für Landwirt*innen schafft. Ziel ist: Bauernland bleibt in Bauernhand.

Helmstedt/Wolfenbüttel. Die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen hat ein neues Agrarstrukturgesetz auf den Weg gebracht. Es soll Spekulation mit Ackerflächen eindämmen, Kauf- und Pachtpreise bremsen und so landwirtschaftliche Betriebe im Wettbewerb stärken.
Tamina Reinecke, MdL unterstreicht die Bedeutung für die Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel: „Unsere Region ist für Investoren interessant, weil hier Ackerflächen noch vergleichsweise günstig sind. Das erhöht die Gefahr, dass Kapital von außerhalb den Markt unter Druck setzt. Mit dem Gesetz sichern wir, dass Landwirt*innen bei Flächenvergaben nicht das Nachsehen haben.“
Das Gesetz reagiert auf die stetig steigenden Pacht- und Kaufpreise, die selbst in Regionen mit bislang moderaten Niveaus die Wirtschaftlichkeit belasten. Es verhindert, dass externe Käufer lokale Betriebe verdrängen, und es schützt vor einer weiteren Zuspitzung des Bodenmarktes, wie sie in vielen Teilen Niedersachsens bereits Realität ist.
„Boden ist mehr als eine Ware“, so Reinecke. „Wer hier lebt und arbeitet, muss eine faire Chance haben, Flächen zu erwerben. Mit klaren Preisgrenzen und einer stärkeren Kontrolle verhindern wir, dass landwirtschaftliche Existenzen durch überteuerte Verträge gefährdet werden.“
Ein weiterer Vorteil: Statt vier getrennter Gesetze gilt künftig ein einheitlicher Rechtsrahmen. Für Landwirt*innen bedeutet das weniger Bürokratie, klarere Zuständigkeiten und schnellere Entscheidungen der Bodenverkehrsausschüsse. Reinecke: „Bauernland soll in Bauernhand bleiben. Das ist die Grundlage dafür, dass Familienbetriebe und junge Landwirt*innen ihre Höfe zukunftsfähig weiterführen können“.