D-Ticket Azubi :Entlastung und bessere Anbindung für Helmstedt und Wolfenbüttel
Zum 1. Januar 2026 führt Niedersachsen das neue „D-Ticket Azubi“ ein. Für nur 50,40 Euro im Monat – und bei Arbeitgeberzuschuss sogar für 31,50 Euro – können Auszubildende und Freiwilligendienstleistende bundesweit Bus und Bahn nutzen. Das entlastet junge Menschen in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel und macht Ausbildung und Freiwilligendienst mobiler und bezahlbarer.

Niedersachsen führt zum 1. Januar 2026 das neue „D-Ticket Azubi“ ein und schafft damit ein deutlich vergünstigtes, bundesweit gültiges Mobilitätsangebot für Auszubildende und Freiwilligendienstleistende. Je nach Modell reduziert sich der Preis des Deutschlandtickets auf 50,40 Euro oder – bei einem Arbeitgeberzuschuss von mindestens 25 Prozent – sogar auf 31,50 Euro. Für viele junge Menschen in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel ist das eine spürbare Entlastung, wie die Landtagsabgeordnete Tamina Reinecke (Bündnis 90/Die Grünen) betont: „Wir wollen, dass Ausbildung und Freiwilligendienst überall möglich sind – auch im ländlichen Raum. Mobilität darf nicht vom Geldbeutel abhängen. Das neue Ticket macht den Weg zur Berufsschule, zur Ausbildungsstelle oder zum Freiwilligendienst bezahlbar und eröffnet jungen Menschen echte Chancen.“
Insbesondere in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel, die vom Pendelverkehr nach Wolfsburg und Braunschweig stark geprägt sind, sieht die Grünen-Politikerin das vergünstigte Ticket als Standortvorteil. Viele Auszubildende aus Schöningen, Cremlingen, Königslutter, Lehre oder Schöppenstedt sind täglich auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. „Unsere Unternehmen – vom Handwerk bis zur Pflege – brauchen gute Fachkräfte. Wenn der Weg zur Berufsschule oder in die Ausbildung günstiger und verlässlicher wird, profitieren alle: junge Menschen, Betriebe und die gesamte Region.“, so Reinecke.
Gleichzeitig weist die Abgeordnete darauf hin, dass der Erfolg des Tickets eng mit der Qualität des ÖPNV vor Ort zusammenhängt. Durch die Erhöhung der Verwaltungspauschale erhält der Regionalverband Braunschweig erstmals deutlich mehr Mittel, insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Reinecke erklärt dazu: „Wir haben als Regierungsfraktion dafür gesorgt, dass die Mittel steigen. Jetzt liegt es am Regionalverband und den Kommunen, mitzugehen: Takte stabilisieren, Anschlüsse verlässlich machen und weiter in die Qualität des ÖPNV investieren. Vor Ort entscheidet sich, ob das Ticket im Alltag wirklich wirkt.“
Neben der finanziellen Entlastung der Auszubildenden sieht Reinecke auch Vorteile für Klimaschutz und Lebensqualität. „Viele junge Menschen wollen klimafreundlich mobil sein – und wir schaffen die Voraussetzungen dafür. Wer vom Auto in Bus oder Bahn umsteigt, entlastet das Klima und auch unsere Ortskerne. Weniger Parkdruck, weniger Stau, mehr Aufenthaltsqualität: Das ist ein Gewinn für alle.“
Mit Blick auf die Zukunft macht Reinecke deutlich, dass die Landesregierung über das neue Ticket hinausdenkt: „Unser Ziel ist ein landesweit einheitliches und bezahlbares Mobilitätsangebot für alle jungen Menschen. Auch Schülerinnen sollten perspektivisch profitieren. Wir arbeiten daran, dass die Entlastung in den kommenden Jahren weiter ausgebaut wird.“