Neustart mit klarer Botschaft :Reinecke trifft neue Leiterinnen von KVHS und Jobcenter Helmstedt

Die neuen Leiterinnen der Kreisvolkshochschule Helmstedt und des Jobcenters, Silja Kirsch und Dörthe Preine, haben mich zu ersten Gesprächen empfangen. Im Mittelpunkt stand ein Thema, das für die Zukunft des Landkreises immer wichtiger wird: der Übergang von der Schule in den Beruf.

© Bündnis 90 / Die Grünen

Die Landtagsabgeordnete Tamina Reinecke (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN) hat die neuen Leiterinnen der Kreisvolkshochschule (KVHS) und des Jobcenters Helmstedt, Silja Kirsch und Dörthe Preine, zu einem Kennenlerngespräch getroffen. In den jeweils persönlichen Gesprächen wurde deutlich, wie wichtig die Verzahnung der Themen Bildung, Fachkräftesicherung und sozialer Zusammenhalt für die Entwicklung der Region ist. 

Übergang Schule-Beruf bleibt größte Herausforderung

Im Austausch wurde zunehmend sichtbar: Der Übergang von der Schule in den Beruf entwickelt sich zu einer der zentralen sozialpolitischen Herausforderungen. Immer mehr Jugendliche verlieren nach der Schule den Anschluss, während gleichzeitig psychische Belastungen und Unsicherheiten zunehmen. Ziel ist, jungen Menschen hier Perspektiven aufzuzeigen und sie in der Region zu halten.

„Der Übergang von der Schule in den Beruf entscheidet maßgeblich über die Entwicklung unserer Region,“ so Reinecke. „Und darüber, ob junge Menschen hierbleiben, ihre Zukunft aufbauen und im Landkreis Perspektiven sehen. Land, Landkreis und Bildungsträger müssen so zusammenarbeiten, dass junge Menschen passgenaue Unterstützung erhalten. Es geht weniger um neue Programme, als darum, vorhandene Angebote besser zu verzahnen und dauerhaft abzusichern, damit Talente und Potenziale auch wirklich in der Region gehalten werden.“

KVHS: Bildung für alle Generationen

Die Kreisvolkshochschule Helmstedt leistet hier mit Sprachförderung, Grundbildung, beruflicher Qualifizierung und kostenfreien Ferienprogrammen für Kinder und Jugendliche bereits viel.
„Unsere Arbeit verändert sich,“ erklärte Leiterin Silja Kirsch. „Neben der klassischen Erwachsenenbildung setzen wir zunehmend schon viel früher an – mit Angeboten zum Nachholen von Abschlüssen, zur Lernbegleitung und zur Stärkung junger Menschen, die Orientierung suchen.“

Gleichzeitig stehen Volkshochschulen landesweit finanziell unter Druck. „Lebenslanges Lernen ist für Fachkräftesicherung und gesellschaftliche Teilhabe unverzichtbar,“ sagt Reinecke. „Damit Volkshochschulen auch künftig ihr breites Angebot machen können, braucht es Planungssicherheit und eine solide, langfristig gesicherte Finanzierung. Denn sie qualifizieren, integrieren und stärken die Regionen nachhaltig.“

Jobcenter: Beratung und Förderung im Wandel

Auch das Jobcenter Helmstedt steht vor neuen Aufgaben und Erwartungen, nicht zuletzt aufgrund der bundesweiten Umstellungen durch die Bürgergeldreform. Rund 7.000 erwerbsfähige Leistungsberechtigte werden aktuell betreut, darunter viele Jugendliche und junge Erwachsene, die Unterstützung beim Berufseinstieg benötigen „Gerade junge Menschen haben heute unterschiedlichste Lebenslagen und brauchen individuelle Unterstützung,“ sagt Dörthe Preine. „Unser Ansatz im Jobcenter Helmstedt ist es, nicht nur zu beraten, sondern konkrete Schritte zu ermöglichen – zum Beispiel mit der Assistierten Ausbildung, gezielten Coaching-Angeboten oder Praktika zur Berufsorientierung. Besonders wichtig ist, dass wir früh mit den Schulen zusammenarbeiten, damit der Übergang von der Schule in den Beruf gelingt. 

Gute Übergänge brauchen Kooperation

„Fachkräftesicherung und Chancengerechtigkeit gehen Hand in Hand,“ fasst Reinecke zusammen. „Gute Übergänge von der Schule in den Beruf brauchen klare Zuständigkeiten, belastbare Kooperation und den Austausch zwischen allen Beteiligten. Ich freue mich, dass mit Silja Kirsch und Dörthe Preine zwei so engagierte und kompetente Frauen diese Verantwortung übernehmen und setze auf eine gute Zusammenarbeit, wo Landespolitik und regionale Umsetzung ineinandergreifen.“

 

 

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