Landtag beschließt Wahlkreisreform:Tamina Reinecke MdL: „Heeseberg bleibt Teil unseres Landkreises“

Der Niedersächsische Landtag hat die Wahlkreisreform beschlossen. Für Heeseberg bedeutet das künftig eine Zuordnung zum Wahlkreis Wolfenbüttel Süd – an der Zugehörigkeit zum Landkreis Helmstedt ändert sich nichts. Ziel der Reform ist es, die Gleichheit der Stimmen in ganz Niedersachsen zu sichern.

Der Niedersächsische Landtag hat heute die Reform des Landeswahlgesetzes beschlossen. Auslöser war ein Urteil des Staatsgerichtshofes vom Dezember 2024: Wahlkreise dürfen künftig bei der Zahl der Wahlberechtigten nicht mehr als 15% auseinanderlaufen von der nur in sehr wenigen, gut begründeten Ausnahmen abgewichen werden darf. Ziel ist, dass jede Stimme in Niedersachsen gleich viel Gewicht hat – egal ob auf dem Land oder in der Stadt.

Dazu erklärt die Landtagsabgeordnete Tamina Reinecke: „Am Ende geht es um einen einfachen Grundsatz: Eine Stimme ist eine Stimme – und die muss überall gleich viel zählen. Dafür mussten wir die Wahlkreise neu ordnen. Das ist keine Frage von politischer Taktik, sondern von Fairness und Verfassung. “Konkret wird die Obergrenze für Abweichungen deutlich enger gefasst: Wo es bisher teils große Unterschiede gab, gilt künftig ein klarer Rahmen. Damit die Wahlkreise besser zueinander passen, steigt die Zahl der Wahlkreise landesweit von 87 auf 90.

Was heißt das für Heeseberg?

Für die Samtgemeinde Heeseberg bedeutet der neue Zuschnitt: Sie wird bei der Landtagswahl dem Wahlkreis Wolfenbüttel Süd zugeordnet. An der Zugehörigkeit zum Landkreis Helmstedt ändert sich nichts. „Ich sage das ganz deutlich, weil es vor Ort viele verständliche Fragen gibt: Heeseberg bleibt Heeseberg und bleibt im Landkreis Helmstedt“, so Reinecke. „Da wird nichts ‚abgetrennt‘. Es geht nicht um Kreisgrenzen, nicht um Verwaltung, nicht um Vereine oder unsere gewachsenen Verbindungen. Es geht nur um den Wahlkreis auf dem Stimmzettel.“

Reinecke betont, dass die Reform auch die unterschiedlichen Bevölkerungsentwicklungen im Land berücksichtigt: Während einige Regionen wachsen, schrumpfen anderswo die Zahlen. Ohne Anpassung würden einzelne Stimmen stärker oder schwächer wiegen und genau das sollte verhindert werden. „Diese Reform ist mehr als ein technischer Akt. Sie schützt das Herzstück unserer Demokratie: dass jede Stimme gleich zählt“, sagt Reinecke. „Und für die Menschen im Landkreis Helmstedt gilt ganz praktisch: Unsere Zusammenarbeit, unsere Strukturen und unser Zusammenhalt bleiben, wie sie sind.“

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