Mehr Sicherheit für Rad- und Wandertouren:Tamina Reinecke: „Wer gerne draußen unterwegs ist, braucht sichere und gut ausgeschilderte Wege“
Das Land Niedersachsen will Rad- und Wanderwege gezielt verbessern – mit mehr Sicherheit auf Verbindungsstrecken, besserer Beschilderung und einer stärkeren Verknüpfung mit Bus und Bahn. Davon profitiert auch unsere Region.

Helmstedt/Wolfenbüttel –
Ob mit dem Fahrrad durch den Elm oder zu Fuß im Lappwald: Wer in der Region unterwegs ist, merkt schnell, wie wichtig sichere Wege und gute Orientierung sind. Damit Ausflüge und Touren in der Region auch künftig entspannt und sicher möglich sind, will das Land Niedersachsen Rad- und Wanderwege gezielt verbessern. Davon profitieren Gebiete mit viel Natur und Naherholung wie die Landkreise Helmstedt und Wolfenbüttel. „Rad- und Wanderwege müssen funktionieren. Die Menschen erwarten zu Recht, dass Wege sicher und verständlich ausgeschildert sind“, sagt Tamina Reinecke, Landtagsabgeordnete der Grünen und Sprecherin für Tourismuspolitik.
Radfahren liegt im Trend: Landesweit nutzen bereits rund 37 Prozent der Menschen ihr Fahrrad für Tagesausflüge und Radreisen. Gleichzeitig geben etwa 65 Prozent an, sich im Straßenverkehr unsicher zu fühlen. Fehlende oder abrupt endende Radwege, enge Straßen und unklare Führung seien dabei zentrale Hemmnisse. Genau hier setzt das Land mit konkreten Verbesserungen an. Künftig sollen auch außerhalb von Ortschaften sogenannte Schutzstreifen für Radfahrende möglich sein. Sie machen sichtbar, wo Radfahrende unterwegs sind, und erhöhen die Sicherheit – insbesondere dort, wo bislang Lücken im Radwegenetz bestehen. „Gerade auf Verbindungsstrecken zwischen unseren Dörfern kann das helfen, Übergänge sicherer zu gestalten, bis baulich getrennte Radwege realisiert werden“, so Reinecke.
Neben dem Radverkehr nimmt das Land auch den Wandertourismus stärker in den Blick. Viele Wege seien bislang nur unzureichend beschildert oder digital schwer auffindbar. „Wer wandert, muss sich auf den Weg verlassen können“, sagt Reinecke. Vorgesehen sind deshalb eine bessere Beschilderung, der Ausbau digitaler Kartenangebote sowie eine stärkere Verknüpfung von Wanderwegen mit Bus und Bahn. Davon sollen nicht nur Gäste profitieren, sondern auch die Menschen vor Ort. Gut ausgebaute und verständlich geführte Wege erleichtern spontane Ausflüge, fördern Bewegung und machen Natur- und Naherholungsräume besser zugänglich.
Niedersachsen gehört seit Jahren zu den führenden Rad- und Wanderreiseregionen in Deutschland. Mit besseren und sichereren Wegen soll diese Position gesichert und weiterentwickelt werden. „Wenn Wege sicher sind und Orientierung bieten, werden sie genutzt“, betont Reinecke. „Genau daran misst sich, ob wir unserem Anspruch als Radreiseland gerecht werden.“