Rot-Grün beschließt Stärkung wertvoller Biotope:Vernetzte Lebensräume sind ein echter Gewinn für den Artenschutz

Rot-Grün will den Schutz von Tier- und Pflanzenarten in Niedersachsen stärken und Lebensräume besser miteinander vernetzen. Gerade zwischen Elm, Lappwald und den rekultivierten Flächen des Helmstedter Reviers sind zusammenhängende Lebensräume entscheidend, damit Arten langfristig überleben können.

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Helmstedt. Die Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten in Niedersachsen sollen gestärkt und besser miteinander vernetzt werden. Das hat die rot-grüne Koalition mit ihrer Mehrheit im Landtag in einem Antrag beschlossen. Ziel ist es, Biotope besser miteinander zu verknüpfen und so dem anhaltenden Rückgang von Tier- und Pflanzenarten entgegenzuwirken.

„Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Die Stabilität unserer Ökosysteme entscheidet darüber, ob uns eine Anpassung an den Klimawandel gelingt oder nicht “, erklärt dazu die grüne Landtagsabgeordnete Tamina Reinecke aus Helmstedt.

Viele Lebensräume seien heute voneinander abgeschnitten – durch Straßen, Siedlungen oder intensive Nutzung der Flächen. Für zahlreiche Arten werde es dadurch immer schwieriger, sich auszubreiten und stabile Populationen zu bilden. „Wenn wir wollen, dass Arten langfristig überleben, müssen wir ihre Lebensräume wieder miteinander verbinden. Genau hier setzt der Biotopverbund an“, so Reinecke. Gerade im Landkreis Helmstedt, wo wertvolle Gebiete wie der Elm oder der Lappwald durch Verkehrsachsen teilweise voneinander getrennt sind, sei diese Vernetzung entscheidend.

Konkret geht es darum, durch Hecken, Gewässerrandstreifen, Waldränder oder artenreiche Wiesen ein Netz aus verbundenen Lebensräumen zu schaffen. Auch sogenannte „Trittsteinbiotope“, kleinere Rückzugsorte, sollen helfen, die Lücken zwischen größeren Flächen – etwa rund um die rekultivierten Bereiche des Helmstedter Reviers – zu schließen.

Grundlage dafür ist unter anderem die Vereinbarung des Niedersächsischen Weges, nach der 15 Prozent der Landesfläche für den Biotopverbund gesichert werden sollen. „Dieses Ziel haben wir noch nicht erreicht. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt Tempo machen“, betont Reinecke. Der jetzt beschlossene Antrag sehe vor, den Biotopverbund landesweit verbindlich zu stärken, Kommunen sowie Akteurinnen und Akteure vor Ort besser zu unterstützen und geeignete Flächen langfristig zu sichern.

Ein wichtiger Baustein ist nach Ansicht der Abgeordneten auch die praktische Umsetzung vor Ort. Mit einem Förderratgeber des Landes sowie zusätzlichen Beratungsangeboten sollen Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutzverbände gezielt unterstützt werden. „Der Schutz der Artenvielfalt gelingt nur gemeinsam. Danke an alle Akteure, die sich aktiv dafür einsetzen. Jede vernetzte Fläche zählt, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren“, so Reinecke.

 

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